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Was will die AG Peak-Oil Hamburg und wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe von Bürgern aus Hamburg und dem näheren Umland, die sich seit längerer Zeit mit der Frage beschäftigen, welche Auswirkungen die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu erwartende Ressourcenknappheit, insbesondere die durch das weltweite Ölfördermaximum („Peak Oil“) drohende Unterversorgung mit Erdöl, auf unsere lokalen Wirtschaftsstrukturen und Lebensweisen haben wird. Einige von uns kommen aus dem Bereich Erneuerbare Energien, andere von der postfossilen Mobilität, vom Journalismus oder aus der IT-Branche.

Wir sind überzeugt, dass das fossile Zeitalter nicht nur wegen des sonst nicht mehr beherrschbaren Klimawandels enden sollte, sondern zwangsläufig wegen der begrenzten Menge der verfügbaren Ressourcen enden wird – und dies nicht erst in 50 oder 100 Jahren. Die möglichen Folgen sind, wenn wir uns nicht rechtzeitig vorbereiten, kaum anders als katastrophal zu bezeichnen. Wer sich noch an die Schlangen vor den Tankstellen, die leeren Autobahnen und die resignative Stagnation der 1970er Jahre erinnern kann, hat schon einen Vorgeschmack auf die mögliche Zukunft bekommen – diesmal aber wäre es ein Dauerzustand.

Wir meinen, dass sich gerade Hamburg als Logistik-, Handels- und Industriezentrum in besonderer Weise mit diesen Gefahren auseinandersetzen muss, denn die aus Shenzhen einlaufenden Containerschiffe, die Lkws im Stau auf der Köhlbrandbrücke und die in Finkenwerder gebauten Flugzeuge werden mit nichts anderem als Erdöl betrieben, und alternative Lösungen sind teuer oder auf längere Sicht nicht verfügbar. Aber auch die Nahrungsmittelversorgung könnte für eine Großstadt wie Hamburg in Zukunft problematisch werden, denn die moderne Landwirtschaft braucht Öl für ihre Maschinen und ihre Pestizide und ist außerdem von einem weltweiten Transportnetz abhängig, das Dünger und Saatgut auf den Acker bringt.

Das Peak-Oil-Problem kann man nur angehen, wenn man das Herumbasteln an linearen Problemlösungsstrategien aufgibt und anfängt, in Gesamtkonzepten zu denken, die alle Aspekte unserer Lebenswelt einbeziehen. Die von der öffentlichen Hand zu lösenden Aufgaben werden immer mehr, gleichzeitig aber nehmen die verfügbaren Mittel ab, wir müssen also unsere Strukturen ändern. Was können wir – mit norddeutschem Pragmatismus und Sinn für das Mögliche – selbst tun, um den Herausforderungen zu begegnen? Was kann die Wirtschaft tun? Was die Verbände? Um eine Debatte über diese Fragen in die Öffentlichkeit zu tragen, haben wir – in Anlehnung an die Arbeit unserer amerikanischen Freunde von Peak Oil Portland und der San Francisco Peak Oil Preparedness Task Force – eine Peak-Oil-Resolution verfasst, von der wir uns wünschen, dass sie möglichst bald in der Hamburger Bürgerschaft verabschiedet werde.

AG Peak-Oil Hamburg:
Martin Tschierschke, Stephan Beyer, Paul Nellen, Heinz Otto (BWE-Hamburg e.V.), Thomic Ruschmeyer (bsm e.V.), Andreas Röhrbein, Bernd Ohm


Verantwortlich im Sinne des Presserechtes:
Martin Tschierschke, smart dolphin GmbH